Im letzten Blogartikel hast du alles Wichtige um das Thema Algenmagnete und wie du damit umgehst erfahren. Heute zeigen wir dir, welche weiteren Aquarientools dich bei der Pflege deines Süßwasser-Aquariums unterstützen.

Klingenreiniger

Trotz eines regelmäßigen und richtigen Einsatzes des Algenmagnetes bilden sich immer wieder an den Rändern der Silikonnähte hartnäckige Algenbeläge.

Diese kannst du ganz einfach mit einem Klingenreiniger entfernen. Klingenreiniger gibt es in verschiedensten Größen und Ausführungen. Besonders die angewinkelten Modelle ermöglichen ein schnelles und leichtes Reinigen der Aquarienscheiben.

Klingenreiniger in der praktischen Anwendung

Bei der Verwendung von Klingenreinigern ist der richtige Winkel zur Aquarienscheibe für ein sauberes Reinigungsergebnis ausschlaggebend. Dies erreichst du, wenn die Klinge leicht und locker über die Scheibe gleitet und harte Algenbeläge oder Kalkränder entfernt.

Ist der Winkel zu steil stockt die Klinge und die Scheiben können verkratzen. Bei der richtigen Anwendung besteht jedoch keinerlei Anlass zur Sorge, dass du die Scheiben verkratzen kannst.

Tipp: Tausche regelmäßig stumpfe oder angerostete Klingen aus.

Wenn du Algenränder im Bereich der Silikonnähte entfernst, solltest du darauf achten, dass du mit dem Klingenreiniger nicht in bzw. unter die Silikonnaht fährst.

Dies kann die Silikonnaht deutlich schädigen. Wenn du unter die Silikonnaht mit der Klinge fährst, hebst du diese an. Dadurch können Algen die Silikonnaht leicht unterwandern und die Haftung lässt nach.

Fazit:

Grundsätzlich ist der Klingenreiniger eine ideale und sinnvolle Ergänzung zum Algenmagnet, um im Bereich der Wasseroberfläche Kalkränder oder hartknäckige Algenbeläge von der Aquarienscheibe schnell und einfach zu entfernen.

Mulmglocke

In unserem Blogbeitrag zum „Warum der Wasserwechsel so wichtig ist" erfährst du alles um den Wasserwechsel.

Für einen schnellen und vor allem effektiven Wasserwechsel ist die Verwendung einer Mulmglocke zu empfehlen.

Mit der Mulmglocke kannst du beim Wasserwechsel den Bodengrund eines Aquariums sorgfältig reinigen, Sedimente und Fischausscheidungen entfernen.

Dadurch erreichst du langfristig eine deutlich bessere Wasserqualität, die sich in idealen Wasserwerten widerspiegelt.

Besonders zu empfehlen sind (drei)eckige Mulmglocken, da du hier bequem in sämtliche Ecken im Aquarium zum Absaugen kommst.

Bei der Verwendung von Mulmglocken solltest du unbedingt darauf achten, dass du nicht zu tief in den Boden beim Absaugen eintauchst, damit der Düngenährboden nicht mit dem Aquarienkies vermischt wird.

Idealerweise benutzt du die Mulmglocke gleich zu Beginn des Wasserwechsels. Durch die regelmäßige Bodenreinigung kannst du die Standzeit (Haltbarkeit) deines Aquariumbodens deutlich verlängern.

Ein weiterer positiver Effekt ist, dass eine eventuelle Faulgasbildung im Aquarienboden vermieden wird. Für Aquarien deren Boden komplett bepflanzt ist, ist die Verwendung einer Mulmglocke nicht geeignet. Durch das Eintauchen in den Aquarienboden werden bodendeckende Wasserpflanzen beschädigt.

Eimer / Kanister

Es ist dringend zu empfehlen, dass du für dein Aquarium einen eigenen Eimer beziehungsweise Kanister benutzt, indem sich noch nie Spülmittel oder Dünger für Landpflanzen befunden haben.

Falls du im Besitz mehrerer Aquarien bist, ist es dringend anzuraten, dass du für jedes Aquarium einen eigenen Eimer beziehungsweise eigene Reinigungstools oder Kescher verwendest.

Nur so kannst du eine Übertragung von Krankheiten und Algenproblem zwischen den einzelnen Aquarien zuverlässig vermeiden.

Pinzetten

Seit einigen Jahren haben sich Pinzetten in der Aquaristik sehr stark verbreitet. Pinzetten eignen sich hervorragend zum Einpflanzen von Stengelpflanzen oder auch bodendeckenden Wasserpflanzen (z.B. Hemianthus callitrichoides "Cuba").

Besonders filigrane Wasserpflanzen lassen sich hiermit schnell und einfach, auch an schwer zugänglichen Stellen, (z.B. in den Ecken, hinter Wurzeln oder engen Gesteinspassagen) einpflanzen.

Ob nun eine gerade oder angewinkelte Pinzette verwendet wird ist unerheblich. Ausschlaggebend ist hierfür ist der persönliche Geschmack.

Zahnbürste

Eine Zahnbürste eignet sich hervorragend, um den Bereich zwischen der Frontscheibe und dem Aquarienkies sauber zu halten. Auch leichte Algenbeläge im Bereich der Silikonnähte lassen sich einfach damit entfernen.

Schlauchbürsten

Einer der wichtigsten Schritte bei der Filterreinigung ist neben dem wechseln und auswaschen der Filtermedien, die Reinigung der Schläuche.

Für eine effektive Reinigung der Filterschläuche, Ansaugrohre und Auslaufbögen ist eine entsprechende Auswahl an verschiedenen Schlauchbürsten erforderlich. Für die gebogenen Ansaugrohre und Auslaufbögen ist eine flexible, meistens aus Nylon bestehende, Schlauchbürste zu empfehlen.

Für längere Schlauchleitungen ist eine Schlauchbürste mit stabilem Stiel zu bevorzugen.

Durch die regelmäßige Reinigung der Schläuche bleibt die Leistungsfähigkeit der Filterung erhalten, da in den Schläuchen die volle Durchflussmenge für eine effektive und effiziente Filterung erreicht wird.

Für die Reinigung des Filterkopfes bietet zum Beispiel EHEIM entsprechende Reinigungsbürsten an.

Thermometer

Die Wassertemperatur zählt zu den wichtigsten Wasserwerten im Aquarium. Besonders in den heißen Sommermonaten kommt es immer wieder deutlichen Überschreitungen der Solltemperatur.

Die Ursache ist neben der Abwärme der Aquarienbeleuchtung eine hohe Raumtemperatur. Temperaturen über 28,5° können für bestimmte Fisch- und Pflanzenarten bereits erhebliche Probleme verursachen, die bis zum Tod führen.

Der Grund hierfür ist:

Je höher die Wassertemperatur, desto geringer ist der vorhandene Sauerstoff im Aquarienwasser.

Deshalb sollte die Wassertemperatur mit einem Thermometer dauerhaft im Aquarium gemessen werden.

Hierfür stehen verschieden Ausführungen zur Auswahl:

  • Glasthermometer
  • Digitalthermometer mit Batterie
  • „Digitalthermometer“ zum Aufkleben auf die Aquarienscheibe
  • Aquariencomputer mit Temperatursensor

Für ein genaues Messergebnis ist die richtige Position des Thermometers im Aquarium ausschlaggebend. Deshalb sollte das Thermometer immer an einer gut durchströmten Stelle im Aquarium platziert werden. Eine Installation in der Nähe des Heizstabes ist unbedingt zu vermeiden.

Aquarienlüfter

Um eine Überschreitung der Wassertemperatur zu vermeiden sind besonders Aquariumlüfter geeignet. Aquarien-Lüfterbatterien gibt es von 2-6 Ventilatoren die schräg zur Wasseroberfläche auf dem Aquarium installiert werden. Die Kühlung erfolgt über die Verdunstungskälte.

Hilfreich ist es, wenn die Aquarienlüfter über eine Temperatursteuerung geregelt werden beziehungsweise nur während der Beleuchtungsdauer zu gestalten werden.

Ein durchgehender Betrieb ist nicht zu empfehlen, da es an kühlen Tagen sonst zu einer deutlichen Unterschreitung der Wassertemperatur kommen kann. Durch den Einsatz der Aquarienlüfter steigt die Verdunstungsquote des Aquariums stark an.

Hier gilt es zu beachten, dass dies entsprechend ausgeglichen werden muss, da es sonst zu einem rapiden Absinken des Wasserstandes kommt.

Dies ist es besonders für Aquarien die mit einem Ablaufschacht, der ausschließlich die Wasseroberfläche versorgt wird, zu beachten.

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