Wunderschöne Unterwasserlandschaften und Fische: Das ist der Traum vom Aquarium. Aquarienbesitzer sind aber nach kurzer Zeit enttäuscht. Statt toller Pflanzen wachsen unkontrolliert Algen, Fische werden krank und sterben nach kurzer Zeit. Das muss nicht sein: Wer ein paar wenige Grundregeln, für Reinigung und Pflege einhält, kann sein Aquarium dauerhaft genießen.

Um ein Aquarium wachsen und gedeihen zu sehen und Spaß daran zu haben, braucht es gute Aquarientechnik und vor allem die richtige Pflege. Das größte Geheimnis dabei ist die Regelmäßigkeit. Wer sein Aquarium regelmäßig pflegt, beugt schleichenden Problemen vor (z.B. schlechter Wasserqualität) und spart insgesamt. Damit du dein Aquarium erfolgreich und mit Freude betreiben kannst, haben wir die wichtigsten Pflegearbeiten für dich zusammengestellt.

1. Mehrmals pro Woche: Reinigen der Scheiben innen und außen.

Reinige die Scheiben deines Aquariums innen alle zwei bis drei Tage mit einem Algenmagneten. Achte dabei darauf, dass der Algenmagnet am Aquarienboden keine Steine aufnimmt, die die Scheiben verkratzen könnten. Nach der Reinigung nimm den Algenmagneten aus dem Aquarium und spülen die raue Seite unter fließenden Wasser ab.

Die Algen im Bereich der Silikonnähte können mit einem Klingenreiniger entfernt werden. Achte unbedingt darauf, dass du mit der Klinge nicht in die Silikonnähte schneidest

2. Wöchentlich: Pflegemittel zugeben.

Für das biologische Gleichgewicht und zur Steigerung der biologischen Selbstreinigungskraft des Aquarienwassers führ dem Aquarium hochdosierte Mikroorganismen zu. Mikroorganismen sind eine der wichtigsten Zugaben, weil sie das Aquarium stabilisieren und die Mikroorganismen im Wasser ausreichend mit lebenswichtigen Nährstoffen versorgen.

3. Wöchentlich: die wichtigsten Wasserparameter messen.

Wenn du die wichtigsten Wasserwerte (Nitrit, Nitrat, pH-Wert, Karbonathärte, Gesamthärte, Phosphatwert wöchentlich misst, erkennst du Abweichungen (z.B. einen erhöhten Nitratwert: Algengefahr!) frühzeitig und kannst größere Probleme abwenden. Trage die Wasserwerte in ein Protokoll ein, um über einen längeren Zeitraum eine aussagekräftige Hilfestellung zu bekommen.

4. Der regelmäßige Teilwasserwechsel gehört zu den wichtigsten Steuerungsmöglichkeiten für ein Aquarium. Grundsätzlich sollten in einem Gesellschaftsaquarium alle 14 Tage 35 – b 40 % des Gesamtvolumens gewechselt werden.

Stecke für den Teilwasserwechsel zunächst den Filter und die Aquarienheizung aus.

Dann reinige den Aquarienkies mit einer Mulmglocke .Tauche hierzu mit der Mulmglocke ca. 2 – 3 cm in den Aquarienkies ein und sauge den Mulm zwischen den Steinen ab.

Wenn du das regelmäßig machst, erreichest du deutlich bessere und stabilere Nitrat- und Phosphatwerte.

Hinzu kommt eine wesentlich bessere Sauerstoffbilanz, da Mulm dem Aquarienwasser sehr viel Sauerstoff entzieht. Nach der Bodenreinigung kann das restliche Wasser in einen Eimer oder Kanister abgelassen werden. Eine bequeme Alternative ist der Teilwasserwechsel mit einer Pumpe und einem entsprechend langen Schlauch bis zur Toilette mit Ansaugrohr. Der Vorteil hierbei ist, dass das Wasser nicht getragen werden muss und nichts verschüttet wird.

Der lange Schlauch und die Pumpe können außerdem genutzt werden, um das Aquarium bequem zu befüllen. (Achtung: Während das Frischwasser einläuft, nicht vom Aquarium entfernen: Überlaufgefahr!). Falls du zum Befüllen des Aquariums Leitungswasser verwendest, gibt es im Baumarkt entsprechende Adapter für den Wasserhahn, auf denen ein Gardena-Gartenschlauchanschluss angebracht werden kann.

Bitte beachte beim Befüllen des Aquariums, dass das Wasser eine Temperatur von 22 bis 25 °C hat. Zu kaltes Wasser führt bei Aquarienfischen zu Kältestress, der Fischkrankheiten auslösen kann.

Um die Schleimhaut der Fische zu schützen und eventuelle Schwermetalle aus dem Leitungswasser zu binden, muss dem Frischwasseranteil unbedingt ein hochwertiger Wasseraufbereiter zugeführt werden. Kleinste Reizungen/Verletzungen der Fischschleimhaut fördern den Befall mit Ektoparasiten (Weißpünktchenkrankheit), bakterielle Infektionen und Pilzerkrankungen.

Jetzt solltest du dem Wasser noch Mikroorganismen und Pflanzendünger zugeben, um das biologische Gleichgewicht zu erhalten und die Selbstreinigungskraft zu fördern.

Bitte vergiss nicht, den Aquarienfilter und die Heizung wieder einzustecken.

Axperto-Wasserwechsel-Tipp:

  • Stecke vor Beginn des Wasserwechsels den Filter und die Aquarienheizung aus.
  • Wechsel alle 14 Tage 35 – 40 % des Gesamtvolumens.
  • Reinigen den Bodengrund bei jedem Wasserwechsel mit einer Mulmglocke.
  • Benutze zum Befüllen des Aquariums 22 – 25 ° C warmes Wasser.
  • Füge dem Aquarium nach jedem Wasserwechsel Wasseraufbereiter, Mikroorganismen und Wasserpflanzenvolldünger zu.
  • Stecke nach Ende des Wasserwechsels den FIlter und die Aquarienheizung ein.
  • Führe niemals den Wasserwechsel und die Filterreinigung gleichzeitig durch (mindestens 5 Tage warten).

5. Aquarienfilter reinigen.

6. Vierteljährlich Elektroden kalibrieren.

Für die Messgenauigkeit von Elektroden ist es wichtig, dass sie alle drei Monate kalibriert werden. Reinige die Elektrode und führe dann die Kalibrierung nach Herstellerangaben durch.

7. Halbjährlich: Leuchtmittel austauschen.

Für ein gesundes und starkes Wachstum brauchen Aquarienpflanzen optimale Bedingungen. Einer der wichtigsten Punkte, neben optimalen Wasserwerten, einer geschlossenen Nährstoffkette und Kohlesäuredüngung ist das richtige Lichtspektrum. Ab dem ersten Tag der Inbetriebnahme von Leuchtstoffröhren verändert sich deren Lichtspektrum langsam von einem „pflanzenfreundlichen“ zu einem „algenfreundlichen“. Daher ist es besonders wichtig, die Leuchtstoffröhren ( T5 und T8 ) alle sechs Monate auszutauschen.

Alle Aquarienpflegearbeiten im Überblick

  • alle 2 bis 3 Tage: Reinigung der Scheibe
  • wöchentlich: Zugabe von Mikroorganismen, Aquariendünger, Eisendünger
  • wöchentlich: Messung Wasserwerte und Eintragen ins Protokoll
  • alle 2 Wochen: 35 % Teilwasserwechsel
  • monatlich: Filterreinigung
  • alle 3 Monate: Reinigung und Kalibrierung der Elektroden
  • alle 6 Monate: Austausch sämtlicher Leuchtstoffröhren

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